Hitzewelle und Nierensteine: Die dringende Empfehlung der DGfN
Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) empfiehlt eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von 2,5 Litern, um Nierensteinen vorzubeugen. In Zeiten extremer Hitze ist dies besonders wichtig, um das Risiko zu minimieren.
Die zunehmende Häufigkeit von Hitzewellen hat nicht nur Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden, sondern auch auf die Gesundheit von Nieren. Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) hat jüngst geraten, bei sommerlichen Temperaturen täglich mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Diese Empfehlung zielt darauf ab, das Risiko von Nierensteinen zu minimieren, einer Erkrankung, die durch eine hohe Konzentration von Salzen und Mineralstoffen im Urin entsteht. Besonders in heißen Perioden neigen Menschen dazu, weniger zu trinken, was die Gefahr der Steinbildung erhöht.
Nierensteine entstehen, wenn sich im Urin bestimmte Substanzen wie Kalzium, Oxalat und Harnsäure konzentrieren und kristallisieren. Diese Prozesse werden durch eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr begünstigt. Das Risiko steigt signifikant in Phasen hohen Wärme- und Schweißverlustes, da der Körper durch Schwitzen Flüssigkeit verliert, dabei jedoch die Konzentration der Bestandteile im Urin ansteigt. Die DGfN erinnert daran, dass die Aufrechterhaltung eines adäquaten Flüssigkeitshaushalts entscheidend für die Verdünnung dieser Substanzen im Urin ist.
Insbesondere Personen mit einer Neigung zu Nierensteinen, aber auch gesunde Menschen, sollten auf eine ausreichende Wasseraufnahme achten. Empfohlene Quellen sind nicht nur reines Wasser, sondern auch ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtsäfte. Höhepunkte des Flüssigkeitsbedarfs sind auch sportliche Aktivitäten, bei denen der Körper zusätzlich Wasser verliert. Die DGfN weist darauf hin, dass es für viele Menschen eine Herausforderung darstellt, ausreichend zu trinken, wenn die Temperaturen steigen, weshalb sie persönliche Strategien entwickeln sollten, um die Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen.
Ein weiterer Aspekt ist die Ernährung, die ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung von Nierensteinen spielt. Eine hohe Aufnahme von tierischem Eiweiß, insbesondere aus rotem Fleisch, kann das Risiko erhöhen, während eine pflanzenbasierte Ernährung, die reich an Obst und Gemüse ist, als schützend gilt. Zusammen mit einer erhöhten Flüssigkeitszufuhr können Ernährung und Hydration synergistisch wirken, um das Risiko der Steinbildung zu minimieren.
Öffentliche Gesundheitseinrichtungen sind gefordert, Aufklärungsarbeit zu leisten, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Flüssigkeitsaufnahme bei extremen Temperaturen zu schärfen. Vor allem in den Sommermonaten sollten Informationen zur Vermeidung von Nierensteinen durch ausreichende Hydrierung an die Bevölkerung weitergegeben werden. Dies könnte die Zahl der Betroffenen verringern und die allgemeine Gesundheit fördern. Das Engagement der DGfN für Aufklärung und Prävention ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Herausforderungen anzugehen, die durch den Klimawandel und die damit verbundenen Hitzewellen entstehen.